Gesundheit vs. Leistung | PR

Personal Trainer Tim Herrmann erläutert detailliert die Begriffe Gesundheit und Leistung und zeigt auf, dass sie nicht immer eng beieinander liegen.

Der Gedanke zu seinem letzten Blog sei ihm im Austausch mit einem Kunden gekommen. Es ging um die Frage, was mit Personal Training erreicht würde. „Ich erinnere mich noch gut an den Dialog. Auf seine Frage konnte ich ihm nur antworten, dass dies von seinem Ziel abhängt. Und als er mir sagte, wer wolle fitter werden, gingen bei mir wieder die Alarmglocken an. Mit solch einem unspezifischen Ziel braucht man gar nicht erst anfangen.“ Daher seien sie gemeinsam auf die Suche gegangen, was das eigentliche Ziel hinter „fitter sein“ stecke – und es war Leistungssteigerung. „Leider musste ich ihm dann den nächsten Zahn ziehen. Mit 1 bis 2 Mal Training die Woche wird man seine Leistung unmöglich steigern.“ Unklarheit in der Zielsetzung kenne er jedoch von vielen Kunden.

Wolle man seine Leistungsfähigkeit verbessern, müsse stetig über eine gewisse Belastungsgrenze hinausgegangen werden. Schaue man sich Leistungssportler an, die trainieren je nach Sportart über 3 bis 6 Stunden Training bei vier Einheiten PRO TAG. Bei Otto-Normalverbrauchern wäre es möglich, mit 3-4 Trainings die Woche die Leistungsfähigkeit zu steigern. Dabei solle man jedoch jedes Mal an die Leistungsgrenze herankommen.

Schaue man jedoch genauer hin, werde schnell klar, dass Leistung und Gesundheit nicht automatisch miteinander einhergehen. Tim Herrmann geht sogar noch einen Schritt weiter: „Leistungssportler sind oftmals nicht gesund. Sogar ganz im Gegenteil!! Es kommt unglaublich oft vor, dass Leistungssportler sehr ungesund sind. Ungesund in dem Sinne, dass die meisten von ihnen ihren Körper überstrapazieren und im Laufe ihrer Karriere Verletzungen aufbauen. Viele Verletzungen, die nur notdürftig behandelt werden, weil der Leistungssportler Wettkämpfe absolvieren muss und somit nach seiner Karriere dauerhaft geschädigt ist.“ Wer Leistung bringe, müsse nicht zwangsläufig gesund sein. Und wer gesund sei oder der Gesundheit wegen Sport mache, müsse nicht zwangsläufig seine Leistung verbessern. Aber was heißt gesund sein? Reicht die Abstinenz von Krankheit, sich gesund nennen zu können? Der Experte hat für sich eine Definition gefunden: „Für mich ist Gesundheit vor allen Dingen mit Schmerzfreiheit gleichzusetzen. Das ist für mich ein ganz wichtiger Fakt. Wenn jemand sagt, er ist schmerzfrei und es gibt keine Diagnose hinsichtlich irgendwelcher Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderer Geschichten, dann ist er für mich gesund.“